Frieden statt NATO!

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Für die Vergabe des Westfälischen Friedenspreises an die NATO gibt es keine Rechtfertigung: Sie ist eine handfeste Verhöhnung des historischen Friedensgeistes von 1648. Ein Militärbündnis, das konsequent auf fortlaufende Expansion, massive Hochrüstung und militärische Konfrontation setzt, verdient keine Auszeichnung für den Frieden.

Dass politische Akteure wie Bundeskanzler Friedrich Merz und Rheinmetall-Aufsichtsratsmitglied Sigmar Gabriel diese Entscheidung maßgeblich mittragen, verdeutlicht die tiefgreifende Militarisierung der aktuellen Politik und zeigt, wie tief Waffenlobby und Politik verstrickt sind. Während unzählige Milliarden in die Rüstungsindustrie fließen, kürzt die Regierung rücksichtslos bei Bildung, sozialen Absicherungen und unserer maroden Infrastruktur.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) stellt sich diesem Kurs entschieden entgegen. Wir fordern ein sofortiges Ende der Waffenlieferungen, die das Sterben im Ukraine-Krieg lediglich verlängern und wehren uns gegen die soziale Umverteilung von unten nach oben zugunsten eines fatalen Rüstungswahns.

In der Tradition Willy Brandts stehen wir für eine Außenpolitik der Diplomatie und Deeskalation. Das BSW setzt sich für eine vorausschauende Entspannungspolitik und Verhandlungen ohne Vorbedingungen ein. Um ein starkes und unüberhörbares Zeichen für einen echten Frieden zu setzen, unterstützt das BSW den Aufruf zum Protest gegen diesen Aufrüstungskurs und gegen die Verhöhnung des Friedenspreises. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich der Protestkundgebung am Donnerstag, den 1. Oktober 2026, vor dem Historischen Rathaus in Münster anzuschließen.